Erfahrungsberichte: Auburn University zum zweiten in Münster (Juli 2026)
Im Juli 2026 bekam WiPDaF zum zweiten Mal Besuch aus Alabama. Eine Gruppe bestehend aus 16 Student*innen von der Auburn University kam, zusammen mit ihrer Deutschlehrerin, für Sprach- und Kulturaustauschkurse innerhalb ihres Study-Abroad-Moduls nach Münster.
Tagesablauf:
Vorfreudig und neugierig, neue Kontakte zu knüpfen und besondere Erfahrungen zu sammeln, überlebten alle die Route über die Fahrradpromenade in der Innenstadt. Nach einer Stadtführung durch die Innenstadt trafen sich Student*innen und Lehrkräfte in BarCelona für Kaffee, Kuchen, und ein Kennenlernspiel, natürlich auch inklusive Preisen. So begann der Monat, vollgepackt mit Sprachunterricht, Kulturunterricht und Freizeitangeboten: Morgens begann der Tag mit ein paar Stunden Deutschunterricht. Danach ging es in den Kulturunterricht, wo sie Input von der Römerzeit bis zur DDR und Wiedervereinigung Deutschlands bekamen. Dazu wurde selbstverständlich auch nicht nur im Klassenraum gelernt, sondern mit ganz vielen Ausflügen verbunden. Es ging zum Römermuseum in Haltern am See, in die Wasserburgen Lüdinghausen, wo auch ein Mittelalterfest stattgefunden hat, in den Mühlenhof in Münster, in Münsters Stadtmuseum, zur Friedensstadt Osnabrück, in das Bergbaumuseum in Bochum und in Villa Ten Hompel, die Gedenkstätte über das NS in Münster. Viele Student*innen waren besonders begeistert vom Dom in Köln und hatten das Glück, auch den Turm hochklettern zu dürfen, um eine deutsche Stadt auch von oben zu betrachten.
Müde, aber zufrieden und nachdenklich kehrten alle zurück nach Münster, wo auch Freizeitveranstaltungen angeboten wurden, die Münsters Kulturleben und Angebote im Freien zeigten. Bei sonnigem Wetter fuhren die Studierenden auf der Werse Kajak (und nur eine ist reingefallen!), machten ein Picknick am Aasee (selbstverständlich inklusive Kubb) mit anschließendem Besuch der Brauerei Pinkus Müller. Zusätzlich wurde das Münsterland mit dem Rad entdeckt, das Theaterstück „Snow White and Me“ im Freilichttheater Tecklenburg genossen und eine Schnitzeljagd geführt, bei der man „Nett hier“-Sticker gesucht hat, Münsteraner nach Wörtern auf Masematte gefragt und ein Stück traditionelles Gebäck suchen musste. Zudem wurden ein Besuch des Sends (Münsters Kirmes), des botanischen Gartens, des Streetfood-Fests, eines Sinfoniekonzerts im Theater und ein Quiz- und Waffelabend in WiPDaF organisiert. Natürlich gab es auch Zeit, eigenständig Münster, Deutschland bzw. benachbarte Länder zu erkunden. Eine Gruppe hatte auch das Glück, jemanden im Zug kennenzulernen, der sie zum Abendessen und zu den Münsteraner Rieselfeldern eingeladen hat.
Reflexionen der Studierenden:
Ein Favorit vieler Student*innen waren der Wochenmarkt und das deutsche Brot und Bier. Dass Münster so fußgänger- und fahrradfreundlich ist, wussten sie außerdem sehr zu schätzen. Um hier einen Eindruck über die Erfahrungen der Studierenden zu geben, haben wir sie auf einem Reflexionbogen zu ihrer Zeit in Münster selbst zu Wort kommen lassen.
Eine Person merkte an, dass „I think I will miss the architecture of Münster most of all. The architecture is so beautiful and intricate; every time I visited a building, and returned, there was always a detail I had missed! I took so many photos.“ Natürlich nimmt man bei so einem kulturellen Austausch auch in Bezug auf die eigene Identität und Perspektive viel mit. Eine Person reflektierte „I get a better idea of who I am and how being an American is part of my identity, the same way being a German is part of other people’s identities. A bit abstract, but really impactful.“. Eine andere Person äußerte: „It is good to leave where you’re comfortable and explore something new and unfamiliar.“ Selbstverständlich bleiben bei so einer interkulturellen Erfahrung auch Probleme und Herausforderungen nicht aus. Eine Person hatte dazu Folgendes zu sagen: “The one thing, or rather the most important thing, I have learned, is the importance of always trying to speak the language and experiencing new cultural events. Although it may seem scary and intimidating, one won’t regret it!”















