Die Gruppe Genitiv des Hochschulsommerkurses in der Villa ten Hompel
Interessiert, neugierig, aufmerksam und diskussionsbereit: Die Guppe „Genitiv“ des Hochschulsommerkurses besucht die Villa ten Hompel, einen Erinnerungsort mitten in Münster.
In der Zeit des Nationalsozialismus war die Villa Sitz der Ordnungspolizei, in der Nachkriegszeit arbeitete hier der Entnazifizierungsausschuss und das Dezernat für Wiedergutmachung.
Die Villa gibt Raum für vielfältige Auseinandersetzungen mit den Schrecken der NS-Zeit und ist doch hochaktuell.
In ihrem Buch „Den Schmerz der anderen begreifen“ schreibt die Autorin Charlotte Wiedemann gleich auf der ersten Seite:
„Erinnern bekommt nun neue Bedeutung. Ein Erinnern für eine Zukunft, die Zugehörigkeit in Diversität erlaubt und damit lebendige Gegenrede ist zum Wahn von Homogenität, Nationalismus und Aussonderung.“
Charlotte Wiedemann, Den Schmerz der anderen begreifen. Holocaust und Weltgedächtnis, Propyläen, 2. Aufl. 2022 S. 8)
Die Gespräche mit den Teilnehmenden aus China, Vietnam, Taiwan, Russland, Syrien, Tschechien, Turkmenistan und Italien, zeigten, wie bedeutsam und zukunftsweisend heute „Erinnern“ ist. Wurden doch immer wieder Bezüge auch zur eigenen kolonialen Geschichte deutlich. Und deutlich wurde auch, wie notwendig dieses Erinnern für eine diverse Zukunft ist.